Basstölpel

Die Basstölpel brüten erst seit 1991 auf Helgoland. Sie zu beobachten, fand ich sehr spannend. Und da sie keine Scheu vor Menschen haben, kommt man etwa auf 2 - 3 Meter an sie heran, nur getrennt durch einen dünnen Zaun. So gelingen wirklich schöne Aufnahmen von diesen herrlichen Vögeln. 

Da es sehr windig war, schossen sie entweder mit hohem Tempo an mir vorbei oder standen regelrecht in der Luft, je nach Windrichtung wohl, vermute ich. 

Der "Kopf" der Langen Anna
Der "Kopf" der Langen Anna

Da die Basstölpel da, wo es möglich ist, dicht gedrängt sitzen, war es gar nicht so einfach, auch mal einzelne Vögel oder Paare zu fotografieren oder die Aufnahmen entsprechend zuschneiden zu können. 

Besonders faszinierend finde ich die blauen Augenringe.

Beeindruckend die Balz der schönen Vögel, sie mutet wie ein Tanz an. Wohin ich sah, entdeckte ich balzende Paare. Lustig fand ich, wie sie dabei und bei der anschließenden Paarung scheinbar von ihren Nachbarn beobachtet wurden. 

Was ich allerdings erschreckend finde, ist, dass die Nester zum großen Teil aus Resten von Fischernetzen bestehen. Hier und da waren Reste von verendeten Vögeln zu sehen, die sich in den Maschen verfangen hatten und nicht mehr befreien konnten. Einfach traurig...

Bei der Paarung scheint das Weibchen einiges aushalten zu müssen, wenn man sieht, wie das Männchen es mit seinem Schnabel packt. Und das alles auch auf schmalen Felsvorsprüngen.

Basstölpel sind richtige Luftakrobaten. Am Boden bewegen sie sich dagegen eher unbeholfen.

Hier geht es ordentlich zur Sache...