Aktuelles aus dem Garten

Ich habe das große Glück, von meinem Schreibtisch auf unsere Terrasse mit der Futterstelle und in den schönen Garten unserer Vermieter zu schauen. So habe ich immer viel zu beobachten, die Kamera liegt griffbereit neben mir. Und auch im Garten gibt es meistens etwas zu entdecken, sowohl Tiere als auch Blumen. 

Ältere Fotos aus dem Garten befinden sich hier.


August 2018

12. August 2018 - Seit einiger Zeit haben wir (leider) auch mehrere Elstern hier. Und eine hat es sogar geschafft, sich an den Meisenknödelbehälter zu hängen.  In der Regel verjage ich sie aber, wenn ich sie sehe. Denn sie gehen an Nester und vertreiben auch andere Vögel. Ihr lautes Geschacker  kann auf Dauer auch recht nervig sein...

Am 9. August morgens um halb zehn plötzlich große Aufregung an unserer Futterstelle: gerade noch war am Boden ein Spatzentrupp auf Futtersuche, dann sah ich aus den Augenwinkeln, dass sie davon stoben. Statt dessen saß da ein Sperbermännchen, dem die erhoffte Beute entkommen ist. Es blieb einen Moment am Boden hocken (auch, als ich ganz langsam zur Kamera griff), schaute sich um und flog hoch auf die Futterstange. Da blieb es fast eine Minute sitzen, schien Ausschau nach Beute zu halten,  und ich konnte eine ganze Serie Fotos machen. 

Sperbermännchen
Sperbermännchen

Juli 2018

Sonnenblumen im Garten

Kugeldisteln sind bei Insekten sehr beliebt. Hier eine Steinhummel-Königin und eine Dunkle Erdhummel-Königin

Welch ein Größenunterschied!
Welch ein Größenunterschied!

Buntspechte sind regelmäßig an der Futterstelle, seit mehreren Jahren haben wir auch regelmäßig junge Spechte. Und ab und zu kommen Grünspechte. Auch da gibt es Jungvögel. Grünspechte kommen allerdings nicht an die Futterstelle, sondern suchen im Rasen nach Ameisen.


Juni 2018

In diesem Jahr scheint es wieder mehr Schmetterlinge zu geben, vielleicht, weil es schon seit Wochen sehr warm und trocken ist. 

Schwebfliegen und Hummeln scheint es auch wieder mehr zu geben.


Eine Libellengeschichte

Am 18. Juni entdeckte ich morgens am Gartenteich endlich mal wieder eine noch "bewohnte" Libellenlarve - ein echter Glücksfall. Meistens entdecke ich ja nur die leeren Hüllen (Exuvien). So konnte ich das Schlüpfen und die Entwicklung der Blaugrünen Mosaikjungfer fofografieren. Allerdings fand ich, dass die Larve sich einen schlechten Platz ausgesucht hatte, sie hing an einem fast waagerechten Blatt und damit recht absturzgefährdet, dachte ich mir. So war es dann leider auch... 

Zunächst habe ich über zwei Stunden zugeschaut und viele Fotos gemacht. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Libelle sich aus der Hülle befreit, wie die Beine sich nach und nach strecken. Dann hängt die Libelle eine ganze Weile kopfüber da, den Hinterleib noch in der Hülle. Plötzlich richtet sie sich dann auf, umklammert mit den Beinen das Blatt oder die Hülle und zieht den Hinterleib heraus. Das alles geht blitzschnell, man bekommt es kaum mit. Und dann beginnen die Flügel zu wachsen. Es ist erstaunlich zu sehen, wie schnell das geht. In 20 Minuten etwa hatten sie ihre Größe erreicht. Dann passierte erst mal nicht mehr viel. Die Flügel müssen sich "entknittern", das dauert eine Zeit. So habe ich endlich erst mal gefrühstückt...

Als ich dann wieder zum Teich kam, lag die Libelle leider auf einem Seerosenblatt - sie war abgestürzt. Zwischen den beiden Fotos liegen ca. 40 Minuten. Das war's, dachte ich. Aber als ich nach weiteren 40 Minuten wieder nachschaute, hatte sie sich doch tatsächlich aus dem Wasser gezogen und hing an der Unterseite eines Seerosenblattes. Die Flügel wirkten allerdings recht mitgenommen, so dass ich der Libelle keine Chance gab, davon fliegen zu können. Am Abend hing sie immer noch dort, und auch den ganzen nächsten Tag.Am 20. Juni morgens fand ich sie immer noch vor, inzwischen mit ausgebreiteten und klaren Flügeln. Sie muss dann wohl versucht haben zu fliegen, denn ich fand sie zwei Stunden später leider auf einem Seerosenblatt liegend vor. Ich weiß nicht genau, wann ich noch mal nach ihr schauen wollte, aber sie war weg! ich konnte sie nirgends auf den Blättern entdecken. Ob sie es wohl doch noch geschafft, hat davon zu fliegen...?

Zu meiner ganz besonderen Freude habe ich am 18. Juni 2018 endlich auch die Drehung einer Libelle fotografieren können. Das habe ich erst ein paar Tage später am Laptop entdeckt. Bewusst gesehen hatte ich es nicht. Umso größer die Freude über diese Aufnahmen. Es sind ja nur Bruchteile einer Sekunde, denke ich. Den Serienaufnahmen sein Dank...